Neuwahl beim ZEN: Florian Junkes bleibt Vorsitzender

Die neue Vorstandschaft des ZEN e.V.: von links Hans-Jürgen Frey (SFV AM/AS), Kassier Wolfgang Streich, Schriftführer Josef Simon, 2. stellvertretender Vorsitzender Markus Dollacker, 1. stellvertretender Vorsitzender Norbert Peter, Vorsitzender Florian Junkes, Beirat Manfred Klemm sowie die beiden neuen Kassenprüfer Dieter Dehling und Anton Peter (es fehlen auf dem Foto die Beiräte: Benjamin Standecker, Dietmar Lenk, Bernd Scheller, Bernhard Lindner, Franz Bleicher, Florian Urmann sowie die neue Beirätin Isabell Lautenschlager und der neue Beirat Peter Achatzi). Bild: Paul Böhm

Ensdorf. (bö) Bei der Mitgliederversammlung des Zentrums für Erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit sagte Vorsitzender Florian Junkes, dass viel geleistet wurde, um nachhaltiges Leben voranzubringen – auch wenn wegen Corona das eine oder andere Projekt sich verzögerte oder abgesagt werden musste. Das ZEN hat laut Junkes derzeit 73 Mitglieder. Von den 27 Gemeinden des Landkreises hätten 17 eine Mitgliedschaft beim ZEN, das vier Mitarbeiter hat. Weiter informierte der Vorsitzende, dass inzwischen die meisten Kommunen Energieberater bestellt hätten. Gut bei den Bürgern kommt nach Aussage von Junkes das von Linda Trager betreute Repair-Café an. Zwar ende die Förderung durch das Bundesumweltministerium nach zweijähriger Laufzeit am 30. September, doch man sei guter Dinge, diese erfolgreiche Einrichtung fortsetzen zu können. Linda Trager sagte, für das Repair-Café seien 64 Termine geplant gewesen. 14 davon mussten wegen Corona im vergangenen Jahr abgesagt werden. „In diesem Jahr sind es schon 16 Termine, die nicht stattfinden konnten.“ Für die Malteser hat das ZEN während der Pandemie Fahrräder instandgesetzt, die dann an Flüchtlinge weitergegeben wurden, informierte Trager weiter. Als „kleinen Lichtblick“ bezeichnete sie es, dass seit Mai die Repair-Cafés mit Schutzkonzept wieder angeboten werden. Sie erwähnte 470 Reparaturen – mehr als die Hälfte davon erfolgreich. Dadurch habe man etwa zehn Tonnen CO2 einsparen können. Feste Projekte laufen in Vilseck, Neukirchen, Kastl, Auerbach, Hirschau, Kümmersbruck, Ensdorf und Freudenberg. „30 Ehrenamtliche helfen immer mit“, freute sich Trager und bezeichnete die Kooperation mit Ursensollen und Amberg als erfolgreich. Guter Dinge war Manfred Klemm, der Leiter der Schul-AG. Hohenburg und die Krötensee- Schule in Sulzbach-Rosenberg seien Pilotprojekte gewesen, „mittlerweile sind 16 Schulen als Energieschule zertifiziert“. Das ZEN habe in den vergangenen acht Jahren den Energieschulen viele Ideen an die Hand gegeben. Derzeit arbeitet er am neuen Projekt „Klimaschule Bayern“ mit. Energieberater Joachim Scheid gab einen Überblick über verschiedene Aktionen. Oft könnten einfache Mittel viel bewirken. „Unser Solarthermie-Kataster wird monatlich etwa 300-mal angeklickt.“ Eine Vorreiterrolle unter den Gemeinden bescheinigte er Ebermannsdorf. Die Kommune habe ein Förderprogramms aufgelegt und stelle für erneuerbare Energien in den nächsten drei Jahren jährlich 40 000 Euro zur Verfügung. „Ich drücke die Daumen, dass es weiter vorangeht“, so stellvertretender Landrat Stefan Braun. Einen Blick in die Zukunft wagte ZEN-Urgestein Hans-Jürgen Frey. Er hält es für möglich, dass sich der Landkreis und die Stadt Amberg bis 2030 mit 100 Prozent Strom aus erneuerbaren Energien versorgen. „500 Gigawattstunden sind machbar, wir liegen derzeit bei etwa 440 Gigawattstunden.“ ZEN-Vorsitzender Florian Junkes wurde für weitere zwei Jahre in seinem Amt bestätigt. Seine Stellvertreter sind Norbert Peter und Markus Dollacker. Kassenwart ist Wolfgang Streich, Schriftführer bleibt Josef Simon. Die Kasse prüfen Dieter Dehling und Anton Peter.

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